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Mein netbook sagt: 05.08. (ich bin wohl schon in die zeitlose Zone verschwunden...)

Ich sitze gerade in Mönchberg in unserer Ferienwohnung und habe Zeit, die letzten Tage revue passieren zu lassen.

Kurz vor dem Abritt viel es mir doch schwer, mich von meiner Familie und meinen Freunden zu verabschieden. Die Planung hat Spaß gemacht, in der Vorstellung war alles durchdacht aber nun ging es tatsächlich los. Kurze Zweifel kamen auf, vielleicht auch bedingt durch den Unfall den ich gut 1 Woche vor Abritt noch hatte. Aber dank der vielen lieben Gästebucheinträge schöpfte ich Mut und es besteht doch irgendwie eine enge Verbindung nach hause. Und durch skype weiß ich jetzt auch, wie das Zimmer aussieht, das meine Tochter Jana vor ein paar Tagen umgestellt hat ...:-) Die Technik ist Fluch und Segen gleichermaßen, aber ich bin guter Dinge, auch mit Sara die bald nach Paraguay fliegt in Kontakt zu bleiben und sie per Video auch zu sehen. Die Welt ist klein geworden. ( was mir allerdings an manchen nicht endend wollenden Reittagen auch schon nicht so vorgekommen war...)

Apropos Technik: ich bin absolut von meinem neuen Navi begeistert. Hatte ich schon einige Jahre ein Navi (etrex legend c) und war auch überzeugt, dies benutzen zu können. Nun hab ich mir die neue software mit der topografischen Karte 1:25 000 von ganz Deutschland zugelegt und festgestellt, dass die neue software viel zu viele Daten hat, mein Navi daher viel zu langsam ist und außerdem keine SD Kartensteckplatz hat. Zähneknirschend hab ich dann auch noch ein paar Tage vor Abritt ein neues Navi gekauft (GPSmap 62s):in Verbingung mit dem Kartenmaterial genial. Wir wissen, dank Höhenprofill, ob wir um die nächsten Kurven traben können oder absteigen müssen. "Frau Navi" kennt auch die kleinsten Wege, verliert nie den Empfang und bringt uns immer wieder mit der Durchschnittsgeschwindigkeit (inkl. Pausen)  von unter 4 km/h auf den Boden der langsamen Tatsachen.


Noch ne leider sehr teuere Erfahrung zum Thema Technik: Mit ein paar notwendigen Wendemanövern mit Pferdehänger und VW Bus haben wir der Kupplung vom Auto den Rest gegeben... Unser Pferdehänger hat keine automatische Rückfahrsprerre wodurch man beim Rückwärtsfahren immer gegen den gebremsten Hänger fahren fährt. Bergauf dann besonders schlecht... die Quittung war ein qualmender und stinkender Bus. Sicherheitshalber haben wir in einer Werkstatt vor Ort nachsehen lassen... Raus kamen wir mit nem Auftrag für neue Kupplungsscheiben und ner neuen Zugvorrichtung mit Rückfahrsperre für unseren Hänger. Über die Kosten schweig ich lieber (grummel...) So sitze ich nun hier, und warte auf den Anruf der Werkstatt, dass ich Auto und Hänger abholen kann (netterweise wurden die Teile gestern noch bestellt und die Reparatur heute eingeschoben) Dann heißt es das ganze Gepäck wieder einladen (mich wahrscheinlich darüber ärgern zuviel mitgenommen zu haben) und zur nächsten Station fahren, an der Antje und Martina hoffentlich schon wohlbehalten mit den Pferden angekommen sind. 

Tolle Erfahrungen haben wir auch mit den Menschen gemacht. Nachdem wir durch die gesperrten Waldwege in Hesselbach "gestrandet" waren, haben nette Menschen und spontan eine Koppel geräumt ( Antje berichtet schon von Pauls Auszug...)  und wir kamen im örtlichen Gasthof unter mit Blick auf die Koppel mit dem Pferden. 

Vertrauensvoll haben uns auch Leute, die uns kaum vom Telefon her kannten, in ihre Häuser und Bäder gelassen, wo wir duschen durften. Das erstaunt und freut mich auch immer wieder sehr. Bei uns in der Stadt würde so etwas nicht funktionieren....

So, nachdem Antje ein neues hobby hat... nämlich homepage aktuallisieren :-) hab ich meinen Senf nun auch dazu gegeben. Vielen Dank noch mal an alle Gästebuchschreiber. Wir freuen uns sehr.

Den Pferden geht es gut, und sie werden immer fitter. Oasis hat den letzten Speck verloren und eine sportliche Figur bekommen. Bei Cheyenne hab ich wie immer Mühe, genügend Futter "nachzuschieben", aber ich hoffe, er findet bald seinen Rhytmus und kann in den Pausentagen genügend "auftanken".

Bis bald

Euere Patty

 

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So, nun ist es Anfang Juli 2010 und nur noch gut 3 Wochen und es geht los. Ansich wollte ich schon lange ein paar Gedanken hier hinterlegen nun muss ich es tun, sonst sind wir wieder zurück, und die "paar Gedanken" sind zu Erlebnissen geworden. Bei dieser Gelegenheit gleich ein fettes Dankeschön an Antje, die hauptsächlich die Texte und die Bilder hier veröffentlicht hat.

Die fixe Idee, diesen Ritt zu machen entstand schon vor vielen Jahren. Wahrscheinlich war es so heiß wie jetzt und die Vorstellung am Strand entlang zu galoppieren lag nahe. Dazu kam, dass mein Pferd kein begeisterter Hängerfahrer ist und schnell stand fest, dann reiten wir halt mal an die Nordsee.

Immer mal wieder ging mir der Plan durch den Kopf, aber an der konkreten Durchführung fingen wir erst an, als sich Antje letztes Jahr ihr eigenes Pferd zulegte. Wir wollen das versuchen.

Zunächst gab es viel grundsätzliches zu überlegen (in zufälliger und unvollständiger Reihenfolge :-)):

Wie weit ist das, wie lange braucht man dafür?

Sind unsere Pferde dafür geeignet?

Was sagen unsere Familien dazu?

Können wir das finanzieren?

Nehmen wir Gepäck mit oder ein Begleitfahrzeug?

Mit wievielen Personen wollen wir reiten?

6 Wochen 24h täglich zusammen sein, schaffen wir das?

Nachdem die Fragen weitgehend beantwortet waren wurde es detaillierter z.B:

Reiten mit Karte und/oder GPS?

Wie sieht Jakobskreuzkraut im Heu aus?

Welcher Hufschutz eignet sich?

Wie ist das Reitrecht in den einzelnen Bundesländern?

Brauchen wir ne hompage???

Welche Medikamente nehmen wir mit?

usw., usw.

Es gibt viele Dinge, über die wir uns Gedanken gemacht haben, die uns beschäftigt haben und die wir seit der konkreten Planung gelernt haben. (z.B. wie man eigentlich ganz einfach ne homepage erstellt ;-) , wie man nen Pferdehänger zum "rolling home" umbaut, was man tun muss, um den Pferdehänger richtig zu versichern und eine 100er Zulassung zu bekommen, wie geht man mit google maps um und vieles, vieles mehr)

Auch während unserer Tour werden wir noch viel lernen und erfahren (z.B. was sagen unsere Pferde zu einer Fähre? Stimmt unsere Tagesdistanz). Aber mit Beginn dieser Gedanken fing die Reise schon an. Stundenlang saßen und ritten wir zusammen, haben geplant, viel Hirnschmalz fließen lassen und manches wieder über den Haufen geworfen. Aber genau das war bis jetzt schon superschön und jede Minute wert. Unsere Reise hat damit schon längst begonnen...

Wir sind uns darüber im klaren, dass es Stunden und vielleicht auch Tage geben wird, an denen wir uns fragen, wer uns auf diese blöde Idee gebracht hat.... Vielleicht regnet es schon seit Tagen, irgendwo tut uns sicher was weh und wieso steht da vorne eigentlich der Eifelturm??? Aber bislang war es immer so, dass das Erlebte für alles entschädigt, das Schöne in Erinnerung bleibt und so manche Strapazen auch wieder schnell vergessen sind.

Das Wichtigste wird sein, dass unsere Pferde und wir wieder gesund zurück kommen. Ich hoffe auch, mein Heimweh hab ich im Griff. Vielleicht schreibt Ihr uns ja was in unser Gästebuch... wir freuen uns drüber.

Wie haben auch vor, unterwegs die homepage zu aktuallisieren, sind uns aber nicht sicher, ob wir ausreichend Zeit und Lust dazu haben werden. Also immer mal wieder vorbei schauen... vielleicht klappt es ja.

So, das wollte ich vorher noch los werden.

Liebe Grüße

Euere Patty

06.07.2010

 

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